Zwischen Abschiedsschmerz und Wiedersehensfreude

22.08.2010

Gerade sitze ich in der Hauptstadt Lilongwe und warte auf meinen Abflug in zwei Tagen. Vor zwei Wochen hatten wir unsere Abschlussparty auf Chipunga mit vielen Dorfbewohnern, Farmarbeitern, den Chiefs und anderen Leuten, mit denen wir zusammen gearbeitet haben während des Jahres.
Das gemeinsame Essen, Tanzen und Reden erscheint mir schon jetzt wieder völlig fern. Es war eine schöne Feier und es war ein wirklich komisches Gefühl da zwischen all den Leute zu sitzen und zu wissen, so schnell wirst du hier wohl nicht wieder sein. Natürlich ist das ein trauriger Gedanke aber auf der anderen Seite bin ich auch froh wieder nach Berlin zu kommen. Am Tag meiner Abfahrt von Chipunga kamen dann noch mal viele Jugendliche und auch einige der Farmarbeiter zu mir, um sich persönlich von mir zu verabschieden. Das hat mich schon ziemlich berührt. Ich weiß nicht, ob ich schon wirklich realisiert habe, dass ich jetzt wieder bald in Deutschland bin und das Chipunga schon jetzt hinter mir liegt.
Hier in Lilongwe habe ich dann auch die ersten neuen Freiwilligen für das kommende Jahr kennen gelernt unter anderem auch zwei Nachfolger/innen für Chipunga. Es ist schon lustig zu sehen, wie aufgeregt und unsicher noch alle sind und wie viele Fragen ihnen auf den Lippen brennen. Ich fühle mich an mich erinnert, wie ich hier vor einem Jahr angekommen bin – diese Neugier, das Aufgeregt sein…
Wenn ich jetzt an das Jahr zurückdenke, dann weiß ich, dass ich viel erlebt und auch gelernt habe und dass das Ende ja auch kommen muss. Es ist irgendwie gut und richtig, dass die Zeit hier nun rum ist – ich habe jetzt viel mehr das Bedürfnis zu sehen, was sich inzwischen zu Hause getan hat und möchte mit Freunden und Familie über das reden, was ich hier erlebt habe, möchte meine neuen Erfahrungen in mein Leben in Deutschland einbringen. Ich bin einfach unglaublich motiviert…
Zurück in Dt. werde ich mich wohl erstmal um eine Wohnung bemühen müssen und mir dann auch einen Job suchen. Zu studieren werde ich noch nicht anfangen – dafür habe ich auch später noch genug Zeit. Es wird sich zeigen ob, wie und mit wem ich dann vielleicht noch mal auf Reisen gehe, wenn ich etwas Geld gespart habe. Aber das ist zurzeit noch ungewisse Zukunft.
Das hier ist jetzt wohl mein letzter Eintrag, bevor ich dann wieder in Berlin lande (ich komme am 25. August 2010 um 7:50Uhr mit dem Flug LH170 in Tegel an).
Ich hoffe, euch hat mein Blog gefallen und ihr hattet Spaß beim lesen. Ich bin gespannt wie es sein wird all die Freunde und Bekannten wieder zu sehen!
Berlin…ich komme!!

Das Ende naht…

09.August 2010

Seit meinem letzten Eintrag ist fast wieder ein Monat vergangen und langsam rückt auch der Abschied von Chipunga und dem ganzen Jahr näher. Natürlich war ich auch in den letzten Wochen wieder viel unterwegs. Jetzt, so kurz vor meiner Abreise wollte ich noch meine letzten Urlaubstage dazu nutzen ein wenig das Land zu sehen und endlich auch meinen Tauchschein in angriff zu nehmen.
Zunächst bin ich mit Kathi und Alina in den Süden Malawis gefahren um dort auf den Mount Mulanje zu steigen, dem höchsten Berg im südlichen Afrika (neben dem Kilimanjaro). Bevor wir allerdings in Mulanje ankamen, hatten wir noch eine große Diskussionsrunde in Lilongwe mit einem Vertreter der Deutschen Botschaft zum Thema Entwicklungshilfe von der ich mir eigentlich viel erhofft hatte. Die ganze Veranstaltung war in meinen Augen allerdings ein ziemlicher Reinfall – da wurde um heiße und kritische Fragen herumgeredet, wurden wichtige Themen banalisiert, wurden schlechte Dinge schön geredet wurde also „politisch geredet“ vom feinsten.
Das Ganze geriet dann aber schnell in Vergessenheit, als wir uns auf den Weg zur 3002m hohen Spitze des Mt. Mulanje aufmachten. Drei Tage waren wir insgesamt unterwegs, bis wir wieder am Fuße des Berges standen. Die Wanderung, teilweise das Klettern, war wunderschön, manchmal sehr anstrengend und immer Lustig. Um auf die Spitze zu gelangen musste man auch wirklich einige sportliche Grundvoraussetzungen mitbringen. Wir sprangen von Stein zu Stein, kletterten steile Wände hinauf, kämpften uns durch urwaldähnliches Gebüsch und Flüsse. Am Ende wurden wir aber durch einen wunderbaren Ausblick belohnt (den wir auf Grund der Kälte aber nicht allzu lange genießen konnten und wollten). Am Ende der Reise hatte ich nur eine Blase und gar keinen Muskelkater – Glück gehabt…
Kaum vom Berg wieder zurück ging es dann auch schon weiter zum Endseminar in Chintheche.
Eine knappe Woche haben sich noch mal alle Freiwilligen getroffen um neben dem Seminar sich am Strand auszutauschen, Spaß zu haben und über die Zukunft zu reden. Es war schon ein seltsames Gefühl für mich zu wissen, dass ich die meisten der Freiwilligen jetzt wohl nicht mehr sehe. Auf dem Endseminar ist mir noch einmal sehr bewusst geworden, wie bald ich doch in den Flieger nach Dt. steige. Ich freu mich schon sehr auf meine Ankunft und das Leben in Dt. aber hier wegzugehen scheint auch gleichzeitig fremd. Zu viele Dinge habe ich hier kennen und lieben gelernt.
Aber Abschiede gehören wohl immer mit dazu und wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann kann ich sagen, es hat sich für mich gelohnt und ich kann nun mit diesen Erfahrungen in Dt. weiterleben und auch daraus etwas für mich und mein Leben ziehen. Am Ende verabschiede ich mich ja doch „nur“ von Orten und Menschen, dass Jahr, die Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse bleiben ja…
Nach dem Endseminar bin ich weiter nach Nhkata-Bay an den See gefahren. Ich wollte von Anfang an einen Tauchkurs machen und das habe ich jetzt mit Karina und Lukas (zwei anderen Freiwilligen) gemacht. Gerade heute habe ich meine letzten Übungstauchgänge absolviert, den Theorietest bestanden und kann mich jetzt als „Open Water Diver“ bezeichnen ;-) !
Das Tauchen macht wirklich riesigen Spaß, es fühlt sich an wie fliegen wenn man so durch das Wasser gleitet, es ist schön die Stille um sich herum zu erfahren, die nur durch das blubbern deiner Luftblasen unterbrochen wird. Alles ist so langsam und gleitend unter Wasser. Da man nicht reden kann, sind die eigenen Gedanken das einzige was einem bleibt. Die Fische und die ganze Natur unter Wasser sind so anders und doch so anziehend für mich.
Ich weiß nicht ob man verstehen kann, was ich meine, wenn man noch nie getaucht ist, aber ich glaube ich habe ein neues Hobby für mich entdeckt. =)
Morgen geht es dann zurück nach Chipunga, denn am Mittwoch steht unsere Abschiedsparty an, die wir organisiert haben. Dann bin ich noch ca. eine Woche auf der Farm, bevor ich nach Lilongwe fahre, von wo ich dann nach einer weiteren Woche in den Flieger nach Berlin steige…
Es ist schon verrückt, wie schnell dieses Jahr für mich vergangen ist und was ich alles erlebt habe in doch nur 12 Monaten.
Ich werde sicher noch mal schreiben, bevor ich fliege, auch um einen Rückblick auf das Jahr zu geben und einen Ausblick auf das was mich jetzt wohl erwartet wenn ich wieder zurück bin.
Ganz liebe Grüße an alle and see you soon!

Auf Reisen durch Tansania

12.Juli.2010

Nach meinem 14-tägigen Urlaub in Tansania bin ich nun wieder wohlbehalten in Malawi angekommen und melde mich also wieder einmal. Mir geht es super-duper gut!!!
Die letzte Zeit war sehr intensiv und ich konnte viele neue Eindrücke gewinnen, habe viel Erlebt und es hat mir sehr gut getan mal aus dem ganzen Dorfleben hier in Chipunga herauszukommen. Es ist quasi unmöglich alles aufzuschreiben, was so passiert ist, aber einen kleinen Eindruck möchte ich euch doch geben.
Ich bin zusammen mit zwei anderen Freiwilligen (Mareike und Clara) unterwegs gewesen und wir haben uns auch wirklich gut verstanden. Unsere Reiseroute sah wie folgt aus: Zunächst sind wir im Norden Malawis bei Karonga über die Grenze nach Mbeya gefahren. Von dort aus sind wir dann mit dem Zug weiter nach Dar Es Salam gereist. Weiter ging es mit dem Bus nach Moshi um dann wieder über Dar Es Salam nach Sansibar zu fahren. Von Sansibar aus ging es dann auch schon wieder nach Hause.
Besonders genossen habe ich in den zwei Wochen, die doch sehr andere Mentalität der Leute (eher westlicher und damit mir vertrauter), das vielfältige Essen (durch den arabischen Einfluss gibt es so viel Reis mit den unterschiedlichsten Gewürzen) und wunderschöne Landschaften (von tiefgrünem Urwald bis hin zu „richtigen“ Städten). Die ganze Reise war ein ziemliches Abenteuer und auch wenn wir oft vom Pech verfolgt worden, war es einfach wunderschön! Unser Pech bestand z.B. darin, dass wir 10 Stunden auf den Zug warten mussten (um dann noch mal 26 Stunden Zug zu fahren), ein Farbeimer mit Lackfarbe sich im Bus über Mareikes Rucksack ergossen hat, wir im Stau standen, weil ein kleines Militärflugzeug eine Notlandung auf der Straße machen musste und dabei einen anderen Bus gerammt hat, Busse nicht gefahren sind (oder schon weggefahren waren), Geld von uns geklaut wurde …
Aber all das gehört wohl irgendwie auch zu einer Reise dazu und da konnte uns nicht die Begeisterung nehmen:
Der Blick in Moshi auf den Kilimanjaro war beeindruckend und wirklich faszinierend, überall konnte man frische Kokosnüsse kaufen und trinken, das Wetter war viel wärmer und tropischer als hier in Malawi, Stone Town in Sansibar war eine der gemütlichsten kleinen Städtchen die ich jemals gesehen habe, der Indische Ozean ist auf Sansibar hellblau, beim Schnorcheln an einem der Riffe habe ich unzählige, farbenreiche Fische gesehen, ich habe so viele nette und lustige Menschen kennen gelernt … diese Liste ließe sich sicher noch ewig weiterführen lassen :-)
Am Ende der Reise hatten wir gar keine Lust wieder nach Malawi zurückzufahren (mussten wir ja aber dann leider doch).
Aber es ist jetzt ja auch gar nicht mehr lange, bis ich fliege (ca. 6 Wochen noch) und in dieser Zeit ist auch noch unser Endseminar, so viel Zeit verbringe ich also kaum noch in Chipunga.

Hier in Chipunga herrscht gerade eine traurige Stimmung, da dem Farmmanager zwei Tumore in der Speiseröhre diagnostiziert wurden (und ihm bereits die Speiseröhre ausgetauscht wurde) und es ihm ziemlich schlecht geht. Ich habe mich immer ziemlich gut mit ihm verstanden und es ist wirklich traurig, dass er jetzt die Farm verlässt…

Ich wünsche euch alles Liebe!

Reisen durchs Land

13.Juli 2010

Jetzt ist es schon wieder fast einen Monat lang her, dass ich geschrieben habe, die Zeit wird hier aber auch nicht langsamer – im Gegenteil kommt es mir so vor, als vergingen die letzten Monate überdurchschnittlich schnell.
Natürlich ist seit meinem letzten Blogeintrag auch wieder einiges passiert.
Zunächst einmal habe ich ein super entspanntes Wochenende allein am See in Chinteche verbracht und war also einfach mal nur für mich allein, was wirklich sehr erholsam war. Außerdem haben wir auf Chipunga die Nachricht bekommen, dass ein anderer Freiwilliger (Dominik) zu uns ziehen wird, da er nicht länger an seinem Einsatzplatz bleiben könnte. Ich habe mich sehr darüber gefreut, weil ich Dominik schon seit den Vorbereitungsseminaren in Dt. kenne und mich wirklich sehr gut mit ihm verstehe (wir fliegen auch gemeinsam zurück). Der Grund weshalb er nach Chipunga kam, war der, das in dem Dorf wo er seinen Einsatzplatz hatte, eine Frau behauptete von ihm schwanger zu sein und der Ehemann das natürlich gar nicht gut fand. Da der Ehemann als brutaler Schläger bekannt ist, war das Sicherheitsrisiko dann zu groß für ihn. Im Endeffekt war Dominik dann aber nur eine Woche da. Mir ging es in dieser Woche gesundheitlich ziemlich komisch. Es geht hier gerade eine merkwürdige, grippeähnliche Krankheit um, von der auch ich nicht verschont blieb. Ich war erkältet, hatte Halsschmerzen und auch Gliederschmerzen. Ich lag also mehr oder weniger die gesamte Woche im Bett herum.
Obwohl ich gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe war, bin ich dann doch am Wochenende nach Kasungo gefahren um Alina zu besuchen. Spontan sind wir dann in Kasungo auf den Mount Kasungo geklettert. Das war ziemlich anstrengend (zumal wir irgendwie keine richtigen Wege fanden und die Sonne brennend heiß war). Nach einem Picknick auf der Spitze, dem Genießen der wunderbaren Aussicht und einigen tiefsinnigen Gesprächen sind wir dann mit einem Pastor, der oben auf dem Berg seine Predigt vorbereitete wieder hinunter geklettert, was um einiges schneller ging, da der Pastor einen kleinen Pfad kannte.
Danach war ich mit Bernhard (meinem Chef) unterwegs um Cafe zu verkaufen. Wir sind bis nach Blantyre gefahren und es war ein wirklich lustiger Trip. Ich habe wieder einiges vom Land gesehen, einige nette Leute kennen gelernt und mich wirklich gut mit Bernhard unterhalten. Auch das Cafe verkaufen bei den einzelnen Läden hat Spaß gemacht. Nachdem wir in Blantyre waren, habe ich noch einige Tage in Lilongwe verbracht um mit Clara (einer anderen Freiwilligen aus Berlin) unseren gemeinsamen Urlaub zu planen. Es steht jetzt also fest, dass wir Ende Juni (und das ist schon in kurzer Zeit) für zwei Wochen nach Tansania aufbrechen um dort den Kilimanjaro zu sehen und auf Sansibar die Seele baumeln zu lassen.
Ich freu mich schon wirklich auf die Reise und bin gespannt wie es so in Tansania im vergleich zu Malawi sein wird. Außerdem hat mir Phil angekündigt, dass er mich aus Südafrika besuchen kommen wird, was mich natürlich riesig freut, denn hier einem meiner besten Freunde alles zu zeigen und über die letzten (ereignisreichen) Monate zu quatschen wird bestimmt super lustig.
Dominik ist jetzt leider nicht mehr bei uns. Einerseits hatte sich das ganze Problem in seinem Dorf geklärt und er hätte wieder zurück gekonnt, andererseits (und das ist wohl viel entscheidender) hat man bei ihm einen unregelmäßigen Herzschlag festgestellt, weshalb er umgehend nach Dt. ins Krankenhaus ausgeflogen wurde. Vermutlich hat er nur eine Entzündung am Herzen, es könnte aber auch ein Tumor sein, weshalb die Ärzte hier lieber auf Nummer sicher gehen wollten. Es wird sich zeigen, ob und wann er wiederkommt.
Neben all dem Kranksein und Reisen habe ich in letzter Zeit wenig auf der Farm in meinem Projekt gearbeitet und da wenig passiert, wenn ich nicht ständig daneben stehe ist nicht viel passiert. Jetzt bin ich aber erstmal noch 2 Wochen in Chipunga und häng mich noch mal rein, bevor es dann in den Urlaub geht.
Liebe Grüße und bis bald!

Zurück von der Insel

18.Mai 2010
Seit Sonntag habe ich wieder Festland unter den Füßen und unglaublich viele neue Eindrücke und Erlebnisse in meinem Kopf.
Die ganze Reise zu den beiden Inseln Chizumulu und Likoma im Malawisee begann mit einem Frisörbesuch in Mzuzu. Da meine Haarschneidemaschine ihren Geist quasi aufgegeben hat und kurze Haare hier das einfachste und praktischste sind, bin ich in einen Barber-Shop gegangen. Es lief auch alles gut mit dem Schneiden, bis mein Blick auf die dort aufgehängte Preisliste fiel. Alle dort angegebenen Frisuren waren mit einem Preis von 100MKW ausgeschrieben. Ganz unten stand jedoch noch ein Zusatz, dass der Preis 500MKW betragen würde für: „White Men“ und „Asian people“. Mir ist einfach nur die Sprache weggeblieben. Klar bezahlt man hier als weißer Ausländer oft mehr, als die Einheimischen, so ein offensichtlicher Hinweis ist mir aber bisher noch nicht untergekommen. Nachdem ich mich weigerte die 500MKW zu bezahlen, hatte ich eine lange Diskussion mit dem Shop-Besitzer. Ich habe ihm versucht zu erklären, dass dieses Schild rassistisch wäre, ihn gefragt, ob denn ein weißer Malawier auch das Fünffache bezahlen müsse und was ich denn unter asiatischen Leuten verstehen dürfe. Am Ende habe ich dann immer noch 200MKW bezahlen müssen (was ja immer noch das Doppelte ist) mit dem versprechen meinerseits nie wieder zu kommen, wenn ich das nächste Mal nicht auch nur 100MKW bezahlen müsse. Klar ist das alles nicht viel Geld um das es da ging, aber in dieser Situation geht es nun mal ums Prinzip.
Nach diesem Ärger haben Peter, Wibke (Freiwillige aus Kasungo) und ich dann das Wochenende am See verbracht und uns faulenzend auf eine komplett faule Woche auf den Inseln eingestimmt. Die Fahrt am Montagabend mit der Fähre (der Ilala), war ziemlich spannend, lustig und auch anstrengend. Da die beiden Inseln komplett von der Ilala abhängig sind (sie komplett von ihr versorgt werden, da dort kaum etwas wächst), war das Schiff dann auch vollgeladen mit Säcken, Kisten, einfach unglaublich viel Zeugs, das in Kombination mit den vielen Mitreisenden eine enge, heiße und ziemlich aufreibende Situation geschaffen hat. Dafür war dann Chizumulu eine echte Entschädigung. Ich habe auf dieser Insel meinen Traumplatz in Malawi gefunden. Weißer Strand, Palmen, viel Sonne, klares, mit bunten Fischen versetztes Wasser und einer super gemütlichen und mit viel Liebe geführten Lodge inklusive Traumbar auf einem Felsen am Wasser gebaut. Ich habe dort einige wirklich sehr sympathische und interessante Leute kennen gelernt und so wurden die Nächte dann auch bis in den Morgen quatschend in der Bar verbracht. Ich habe die Zeit dort unglaublich genossen und einfach abgeschaltet.
Bis Donnerstag waren Peter, Wibke und ich auf Chizumulu um dann mit einem kleinen Segelboot weiter zur Nachbarinsel Likoma zu fahren. Auch diese Insel ist wirklich schön, kommt aber nicht an die kleinere Nachbarinsel heran. Am Samstagabend ging es dann wieder in Richtung Festland, wo wir dann am frühen Sonntagmorgen (gegen 2:00Uhr) ankamen. Wibke und Peter sind dann weiter nach Kasungo gefahren, während ich noch mit Rüdiger (ich hoffe es ist okay, dass ich dich an dieser Stelle explizit erwähne…) einem Nürnberger den ich während der Woche kennen gelernt habe, einen entspannten Tag in Nkhata Bay verbrachte.
Aber auch dieser (mein letzter Urlaubstag) ging zu ende und so bin ich dann am Abend wieder in Richtung Chipunga aufgebrochen, wo ich jetzt also wieder an meinen Projekten arbeite.
Es war eine wirklich gute und vor allem faule, entspannte, am Strand lieg Woche, von der ich viele positive Erinnerungen behalten werde.
In nächste Zeit werde ich wohl noch einiges mehr zu sehen bekommen vom Land hier, denn in 3 Monaten bin ich wieder zurück und bis dahin wollen ja auch die Urlaubstage verbraucht sein! :-)
Ich hoffe euch geht es alles gut – die besten Grüße nach Hause (oder wo auch immer ihr gerade seit)!